Meine 10 Südinsel Highlights Neuseeland

Meine 10 Südinsel Highlights Neuseeland

Die Südinsel Neuseelands hat nochmal eine ganz andere Landschaft zu bieten. Es gibt die südlichen Alpen, Fjorde und karibisches Flair. Ich habe mehr Zeit auf der Südinsel verbracht und so sind 10 Highlights endstanden, die ich jetzt mit Dir teilen möchte.

1. Der Great Walk Abel Tasman Coast Track

Schon auf der Nordinsel hatten wir uns mit zwei Bekannten verabredet um gemeinsam auf der Südinsel den Abel Tasman Coast Track zu wandern. Der Wanderweg ist mit einem kleinen Umweg, auf einen weiteren Hügel, ca. 70km lang. Es ist kein Rundweg, weswegen wir vor dem Start ein Auto am Ziel platzierten, um später zurückfahren zu können.

Die Reise kann beginnen.

Vier Tage wollten wir wandern, im Zelt übernachten und die Gegend bestaunen. Ich sag Dir, dieser Track ist einfach unglaublich schön. Die Strände geben Dir ein tropisches Gefühl und die Bäume spiegeln einen Dschungel wieder.

Wir haben zwei Nächte im Zelt geschlafen und die letzte in einer der Hütten.

Am dritten Morgen mussten wir schon vor Sonnenaufgang aufstehen und weiterziehen, da Ihr an einer Stelle auf die Gezeiten achten müsst. Dort kann man nicht zu jeder Zeit den Weg passieren. Das hatte aber auch seine Vorteile, denn wir haben einen wunderschönen Sonnenaufgang gesehen und hatten mittags Zeit um baden zu gehen.

Am letzten Tag kamen wir am Carpark an, räumten ein paar Dinge ins Auto und bereiteten uns auf den finalen Hügel vor. Der Gibbs Hill ist nur ca. 400m hoch, der Aufstieg war aber nicht ohne. Oben angekommen mussten wir alle erstmal zu kürzeren Hosen greifen, weil uns so warm war. Der Ausblick war fantastisch, wir konnten über die ganze Gegend schauen.

2. Rob Roy Glacier – a more beautiful one

In der Nähe von Wanaka liegt der Gletscher Rob Roy. Franz Joseph und Fox Glacier sind zwar bekannter, aber durch die Erderwärmung sehr stark geschmolzen und recht „dreckig“. Rob Roy hingegen erstrahlt mit glänzend weißen Schnee.

Mit dem Auto kannst Du zu einem Parkplatz fahren, um den Hike zu starten. Dabei sollst Du wissen, dass auf dem Weg dorthin, wenn es geregnet hat, häufig Furten zu durchqueren sind (bei Regen ca. 11, ohne ca. 3 Furten). Manche sind tief, aber schaffbar. Bei einer Furt sind wir lieber alle ausgestiegen, haben unseren Camper stehen lassen und sind mit dem zweiten Auto durchgefahren.

Um zum Gletscher zu gelangen müsst ihr dann einem ca. einstündigen Weg folgen. Die Strecke ist einfach und wunderschön. Leider ist der Track oft schon überfüllt und es tummeln sich einige Menschen am Zielpunkt. Wenn Dir das nichts ausmacht lohnt es sich auf jeden Fall.

3. Silvester in Queenstown

Sylvester in Queenstown zu verbringen ist wohl der Traum eines jeden Backpackers. Daher sind die Hostels und Campingplätze schon früh ausgebucht. Wir wollten uns das natürlich auch nicht entgehen lassen und haben alles abtelefoniert, was wir finden konnten. Nach langem hoffen, hatte das Southern Laughter Hostel noch letzte Betten frei. Wir mussten uns zwar auf die Zimmer verteilen, aber das war uns egal, Hauptsache eine Unterkunft.

In Queenstown gibt es viel zu sehen, die kleine Stadt liegt an einem großen See und ist für ihre Actionreichen Freizeitaktivitäten bekannt.

Es gibt einen kleinen Berg, wo Du entweder mit der Gondel rauffahren oder auch einfach hochlaufen kannst (ist billiger). Oben kannst Du dann über das ganze Areal schauen, etwas essen oder Luge fahren.

Außerdem kannst Du dort „den besten Burger der Welt“ essen. Um an so einen Fergburger zu kommen, musst Du allerdings eine sehr lange Schlange in Kauf nehmen. Wir haben ca. 45 min. bis zur Bestellung und dann nochmal 30 min. gewartet, bis wir unseren Burger in den Händen hielten. Wenn Du mit mehreren unterwegs bist ist das Warten kein Problem und die Zeit geht schnell um.

Das Silvester in Neuseeland wird mit einem vergleichbar kleinen und kurzen Feuerwerk gefeiert. Anschließend gibt es eine kleine Bühne, wo bis um 01:00 Uhr Musik gespielt wird. Danach muss in Clubs weiter gefeiert werden, denn die öffentliche Party ist dann vorbei.

Es ist aber auf all Fälle ein tolles Erlebnis, mit seinen Freunden am See zu feiern oder im Regen zu tanzen.

4. Milford Sound

Der wahrscheinlich berühmteste Sound Neuseelands…

Wir haben geplant, eine Nacht dort zu verbringen und am nächsten Morgen eine Sunrising Kajaktour zu machen. Leider regnet es zu 80% der Zeit in diesem Gebiet und natürlich musste es auch an diesem Tag schütten wie aus Eimern. Wir waren also super motiviert… Das positive am Regen ist aber, dass so viel mehr Wasserfälle entstehen. Nur drei der Wasserfälle sind kontinuierlich da, bei Regen werden es hunderte und dieses mystische Feeling entsteht.

Aber als wir in unserer Sexy Kleidung und damit regensicher waren, konnte es in die Kajaks gehen. Auf dem Wasser, war der Regen gar nicht mehr schlimm und wir konnten die Schönheit der Natur bewundern. Unser Guide erzählte uns einige Insidertipps und führte uns durch den Fjord.

Nach einiger Zeit bekam er dann die Nachricht, dass es bald zu stürmisch sein würde und wir umkehren sollten. Unsere Tour war eigentlich noch nicht beendet, daher bekamen wir ca. 40% unseres Geldes wieder und hatten sogar noch Zeit für einen Boot Cruise.

Wir hatten später auch noch das Glück, dass sich der Himmel aufgetan hat und die Sonne rauskam. Es geschehen doch noch Wunder.

Der Cruise ist eine super Gelegenheit den Sound anzuschauen, wenn Du nicht so viel Zeit hast. Die vielen Schiffe sind nur nicht ganz Umweltfreundlich im eigentlichen Nationalpark.

5. Wwoofing mitten im Nirgendwo

Durch unsere Agentur hatten wir einen Wwoofing (World Wide Opportunities on Organic Farms) Account. Dort kannst Du Dir verschiedene Privatpersonen raussuchen und mit ihnen in Kontakt treten. Wenn es zwischen euch passt, kannst Du gegen ein paar Stunden Arbeit jeden Tag, kostenfrei bei diesen Personen wohnen und essen.

Das ist eine tolle Gelegenheit Lokals kennen zu lernen und etwas über die Kultur der „Kiwis“ lernen.

Wir haben das erste Mal mitten im Nirgendwo bei einem jungen Pärchen mit Sohn und vielen, vielen Tieren, gewwooft. Wir blieben ca. zwei Wochen und haben jeden Tag ca. vier Stunden etwas mit auf ihrem Hof geholfen. Das waren immer verschiedene Aufgaben, manchmal sollten wir Holz hacken, manchmal Disteln ausgraben, manchmal trockenes Holz zu einem Haufen auftürmen.

Dafür hatten wir einen kleinen Wohnwagen, wo wir es uns bequem machen konnten. Es gab täglich drei mega leckere Mahlzeiten, die wir als Backpacker sonst gar nicht gewohnt waren. Die kleine Familie hatte viele Tiere, Hühner, Katzen, Hunde, Pferde, eine Kuh, Schafe, Ziegen und Schwäne. Es war immer was los.

Unsere Wwoofing Erfahrung war toll, aber wir haben auch von anderen gehört, dass sie weniger schöne Erlebnisse hatten, also schau Dir die Familie am besten genau an.

Unsere WWOOFing Familie mit allen Hunden 😀

6. Skydive #Take3

Einmal in Neuseeland einen Skydive oder Bungeejump zu machen ist immer mein Traum gewesen und auch meine Freunde wollten es ausprobieren. Wir dachten ein Skydive ist vielleicht actionreicher als ein Bungeejump. Er stand bei uns daher im Vordergrund und war eines der ersten Highlights für uns auf der Südinsel. Unser erster Skydiveversuch.

Ganz richtig, Versuch.

Wir hatten uns die wohl schönste Stelle davor rausgesucht, natürlich in der Abel Tasman Region. Alles war startklar und wir hatten unsere Anzüge schon an, da wurde uns gesagt, dass es leider zu windig und zu unsicher ist, zu fliegen. Da wir am nächsten Tag schon weiterwollten, musste der Traum leider noch warten.

Der nächste Versuch war dann in Queenstown. Auch eine wunderschöne Stelle für einen Skydive. Das Unternehmen war aber so unglaublich busy, sie hatten uns gar nicht auf dem Schirm, auch wenn wir vorher gebucht hatten. Wir hätten selber nach Wanaka fahren können und dort für einen weiteren Aufpreis springen können, aber das war uns dann zu doof. Also musste unser Traum weiter warten.

Die Zeit verging und einer meiner Freunde wollte bald rüber nach Australien, wir hatten also nicht mehr viel Zeit um endlich aus einem Flugzeug zu springen.

Also nutzten wir unsere letzte Chance in der Nähe von Christchurch und wir durften endlich springen! Wir zogen uns die Klamotten an, stiegen ins Flugzeug und es ging los. 12.500ft (ca. 3810m) in die Höhe und das Kribbeln im Bauch beginnt.

Der Moment wo Du aus dem Flugzeug springst oder eher fällst, ist für den Körper so überwältigend, er weiß erstmal gar nicht was Sache ist. Wenn Du dann aber die Höchstgeschwindigkeit erreicht hast, ist es einfach nur fantastisch. Du kannst so unglaublich weit schauen, über das ganze Land und es fühlt sich so an, als würde die Zeit stehen bleiben.

Wenn dann der Fallschirm geöffnet wird, kannst Du Dich auch ganz entspannt mit deinem Skydivepartner unterhalten und die Gegend betrachten.

Unten angekommen, kommst du aus dem strahlen gar nicht mehr raus, du hast so viel Adrenalin im Körper, dass die gute Laune den ganzen Tag anhält!

Es lohnt sich auf jeden Fall einmal in seinem Leben mit Fallschirm aus einem Flugzeug zu springen!

7. Die Catlins – ein Stück (mehr oder weniger) unberührte Landschaft

Zu der Zeit als ich in Neuseeland war, waren die Catlins noch eine eher unberührte Perle. Wir trafen weniger Touristen und es war ruhig, abgesehen vom Wind. Am wirklich südlichsten Punkt Neuseelands, dem Slope Point, konnten wir uns richtig in den Wind legen ohne umzukippen.

Aber auch wegen der Tiere sind die Catlins toll, es gibt nämlich Orte, an denen man Auge in Auge mit Seelöwen stehen, Delfine im Meer beobachten und eigentlich auch die berühmten Yellow Eyed Penguines betrachten kann. Letztere haben wir leider einfach nicht gesehen.

Es ist auch einfach total toll, durch die kleinen Neuseeländischen Dörfer zu fahren oder die Lighthouses anzuschauen.

8. Whale whatching in Kaikoura

Andere Tiere kannst Du in Kaikoura bestaunen. Diese Ecke ist bekannt dafür, dass Pottwale (Spermwhales) sich dort aufhalten. Du kannst Dir dabei aussuchen, ob Du die Giganten mit dem Boot oder per Flugzeug beobachten möchtest.

Wir haben den Flug gewählt, weil wir dachten, so sehen wir die Wale besser, aber ich glaube eine Bootstour wäre auch super gewesen.

Du kannst aber auch hier Delfine und viele Robben sehen. Es gibt eine kleine Wanderroute die so ca. 2 Stunden dauert, wo du einmal um die ganze Halbinsel laufen kannst. Kaikoura ist ziemlich hoch gelegen und so läufst Du quasi direkt an den Felsen entlang und am Ende noch ein bisschen durch Wald und die kleine Stadt.

Für Wanderfreudige gibt es auch einen 8 stündigen Weg, der unten an den Felsen entlangführt. Der war uns aber zu lang.

9. Tranz Alpine Railway

Im Arthur´s Pass Nationalpark gibt es viele schöne Wanderwege, aber wir haben uns dann doch für die etwas schnelle Methode zum durchreisen entschieden. Wir sind einmal von Christchurch nach Greymouth mit dem Zug durch diese schöne Landschaft gefahren. Im Zug gibt es einen offenen Wagen, ohne Fenster, wo Du super rausschauen und Fotos machen kannst.

Die Fahrt dauert so ca. 4-5 Stunden, der Zug fährt extra nicht so schnell, und es gibt ein paar Haltestellen auf dem weg. Auf der anderen Seite angekommen, sind wir dann in einen Reisebus gestiegen und dieser hat uns dann rauf nach Nelson gebracht.

Wenn Du zu dieser Zeit ein Auto hast, ist es vielleicht etwas unpraktisch, weil die Strecke zweimal fahren ist irgendwie doof, aber von Greymouth mit dem Bus wieder zurück nach Christchurch (oder andersherum) wo Dein Auto steht, ist auch umständlich. Ich war zu der Zeit ohne Auto unterwegs und da war es praktisch und mega cool, diese Strecke zu fahren.

10. Mapua und Working 2.0

Working Hostels sind oft doch nicht so einfach zu finden und wir wollten auch nicht in normale Hostels, weil da oft die Preise um einiges höher sind. Daher haben wir in der Nelson und Abel Tasman Region einige Hostels abgeklappert und schließlich eins gefunden, was nicht wirklich ein Hostel war. Eigentlich sollte es nur eine Unterkunft für ca. 6 Personen sein, aber die Besitzerin hat alles kreativ umgebastelt, sodass im Schnitt immer so um die 30 Leute dort waren. Außerdem war es billig und es gab gute Working Angebote.

In dem kleinen Dorf Mapua haben wir so ca. zwei Monate verbracht. Die Gegend ist unglaublich und es war auch schön, nicht immer in den Touristenhochburgen zu sein.

Im Hostel war immer was los. Ziemlich schnell haben wir dann auch unseren ersten Job auf einer Birnenfarm bekommen.

Als dieser vorbei war, habe ich nach ein paar Tagen einen mega Job (für Backpacker Verhältnisse) bekommen; in einer Salatfabrik. Das war total entspannt, weil ich nicht den ganzen Tag draußen arbeiten musste und so nicht auf das Wetter angewiesen war. Außerdem ging die Zeit echt schnell um. Wir konnten uns mit den anderen unterhalten, hatten häufig Pausen (die teilweise sogar bezahlt wurden!) und es war eine einfache Arbeit auf Stundenlohn.

Wie schon im Hostel auf der Nordinsel, können die Leute den kleinsten und langweilsten Ort zu etwas Wunderbaren machen.

Im unten verlinkten Video kannst Du meine Erfahrungen auf der Südinsel nochmal etwas genauer verfolgen. Ein guter Freund von mir hat das Video erstellt und bei Youtube hochgeladen. Im Video siehst du auch unsern treuen Camper Van Brummi. 😛

Du kannst mir gerne auch Deine Erfahrungen und Highlights in den Kommentaren berichten. Wenn Du noch nicht in Neuseeland warst, gibt es Orte die Du gerne besuchen bestimmte Aktionen die Du unbedingt machen möchtest?

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