Ausflug in die Cameron Highlands

Ausflug in die Cameron Highlands

Nachdem ich in Kuala Lumpur einiges gesehen hatte, wollte ich weiter in den Norden Reisen und die Cameron Highlands besichtigen. Mein einheimischer Reisefreund wollte mich dahin begleiten, auch in dieser Region kannte er eine tolle Unterkunft und viele sehenswerte Orte. So fuhren wir mit einem Reisebus in die relativ kühle Region und verbrachten dort ein paar Tage.

Wir übernachteten in einer Anlage, in der der Freund zwei europäische Mädels kannte, denen er zuvor diese Unterkunft als „WWOOFing-Stelle“ oder etwas in der Art empfohlen hatte. Die Anlange bestand aus mehreren Bambushütten und einem Gemeinschaftsraum. Abends spielten wir mit den beiden Mädels eine Runde Billard und unterhielten uns. Für den nächsten Tag hatten wir eine Tour durch die Teeplantagen geplant, welche in den Cameron Highlands überwiegend angepflanzt werden und ein Merkmal der Gegend sind.

Zunächst fuhren wir mit dem Roller zu einem Teerestaurant und tranken eine schöne Tasse Tee aus der Eigenproduktion. Im Restaurant hatten wir einen tollen Blick auf die Plantagen unter uns. Anschließend schauten wir uns ein kleines Museum an, in dem die einzelnen Schritte zur Teeverarbeitung gezeigt wurden.

Als wir uns dort alles angesehen hatten, fuhren wir weiter runter, um uns die Plantagen genauer anzuschauen. Dort gibt es mehrere Stellen, an denen man direkt in die Teereihen hineingehen kann und mein Reisebegleiter kannte diese Orte natürlich. Zwischendurch machten wir an einer kleinen Wasserstelle eine Snackpause. Dabei sagte mir mein Begleiter, dass er hier in der Nähe jemanden kannte, der auf einem der Hügel ein Privatgrundstück besäße und Pflanzen anbaute. Wenn er zu Hause wäre, könnten wir ihm einen Besuch abstatten.

Das hörte sich spannend an und so fuhren wir in Richtung des Freundes. Ab einem bestimmten Punkt kam eine kleine Schranke und das Schild, dass ab hier das Privatgelände beginnt. Glücklicherweise kam fast in diesem Moment der Freund in einem großen Auto den Weg hinuntergefahren. Die beiden tauschten sich aus und mein Begleiter fragte, ob der Freund Zeit hätte und ob wir einmal hochfahren dürften. Der Freund hatte Zeit und freute sich auf unseren Besuch. Er musste erst ein paar Pflanzen auf einen Markt bringen, würde dann aber mit Essen und Trinken zurück zu uns kommen.

Das freute uns, wir fuhren den Hügel hinauf und stellten den Roller ab. Vom Haus aus konnte ich viele Gewächshäuser erblicken. Wir liefen einen Weg entlang, bis wir einen Ausblick über die ganze Gegend hatten. Es sah unglaublich aus. Es musste super sein, hier zu leben und zu arbeiten. Wir liefen weiter durch die Anlage und schauten uns die verschiedenen Pflanzen an. Nach ca. einer halben Stunde kam der Freund mit Essen und schwarzem Tee wieder.

Gemeinsam aßen wir Reis mit Chicken und einer Soße und tranken den Tee aus Plastiktüten (ist da irgendwie so üblich, ich habe es auch nicht verstanden). Dabei sprachen die beiden Männer miteinander und mein Begleiter übersetzte für mich. Der Freund sprach fast kein Englisch und so unterhielten wir uns über zwei Ecken miteinander. Auch wenn wir nur über einfache Dinge sprechen konnten, war es trotzdem eine spannende Erfahrung, einen weiteren Local kennen zu lernen.

Er hatte außerdem durch die vielen Pflanzen mehrere Früchte, die ich probieren durfte und auch eine Zuckerrohrpflanze, welche er extra für mich frisch hackte. So durfte ich zum ersten Mal vom Zuckerruhr kosten. Wir pulten dafür die Schale ab und kauten auf dem Bambusähnlichen Gewächs herum und saugten die süße Flüssigkeit heraus. Danach spuckten wir die Überbleibsel wieder aus. Es schmeckte wirklich lecker, auch wenn nicht viel aus den Pflanzen heraus zu saugen war.

Nach ein paar Stunden wollten wir uns wieder auf den Rückweg machen. Der Freund begleitete uns noch ein Stück und dann fuhren wir mit dem Roller wieder den Hügel hinunter. Ab und zu machten wir noch ein paar Fotopausen.

Dann sollte es zu einer letzten Plantage gehen. Dort konnten wir wieder auf mehreren Wegen hindurch laufen und in einem Shop gab es die vielen Teesorten zu kaufen.

Bevor wir wieder in die Unterkunft fuhren, kauften wir noch die bekannte Stinkefrucht „Durian“. Diese hat einen so scheußlichen Geruch, sodass sie in manchen Gebäuden verboten ist. Die Einheimischen lieben diese Frucht und mein Reisebegleiter meinte, wir müssen sie wenigstens einmal probiert haben. In der Unterkunft angekommen saßen wir zu viert mit den beiden anderen Mädels am Tisch. Diese hatten sich auch noch nicht getraut, die Frucht zu probieren, doch jetzt hatte unsere Stunde geschlagen. Wir zerteilten die Frucht und wir fanden, dass sie nicht mal besonders lecker aussah. Aber mutig wollten wir alle wenigstens einmal davon kosten.

So sieht die „leckere“ Frucht aus 😀

Wir drei Mädesl verzogen das Gesicht, als wir uns die Frucht in den Mund steckten. Unser einheimischer Freund fand dies lustig und aß genüsslich seinen Teil der Durian. Ich wollte danach doch lieber auf eine andere Frucht umsteigen. Eine der beiden anderen fand nach einem erneuten Versuch, dass es wohl immer besser würde, je mehr man davon isst, aber ich wollte das nicht unbedingt testen.

Abends spielten wir nochmal eine Runde Billard mit den Mädels und planten unsere Weiterreise. Wir wollten in den Taman Negara Nationalpark fahren und dort ein bisschen die Natur und Tierwelt zu erkunden. Daher ging ich relativ früh schlafen. Am nächsten Morgen sollten wir schon früh mit einem Van abgeholt werden, um mit weiteren Reisenden zum Nationalpark gefahren zu werden.

Warst Du schon einmal bei diesen unendlich vielen Teeplantagen zu Besuch und was hast Du dort alles erlebt? Schreibe mir Deine Eindrücke gerne in die Kommentare. Ich freue mich darauf! 😀

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