DIY – Nachhaltige Reinigungsmittel für den Alltag

DIY – Nachhaltige Reinigungsmittel für den Alltag

Reinigungsmittel, jeder baucht sie, jeder benutzt sie. Egal für welches Zimmer, ob Bad, Küche oder Schlafzimmer, es gibt viele verschiedenen Putzmittel, die benötigt werden. Aber nicht nur Oberflächen sollen sauber werden, sondern auch die Wäsche und Geschirr. Leider bieten viele Supermärkte Produkte an, die viele Chemikalien enthalten, die nicht sonderlich gut für die Umwelt sind.

Wenn bei Produkten schon auf der Rückseite Dinge stehen wie, Tragen Sie Schutzhandschuhe, oder es ist schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung!, dann sollte jeder Verbraucher sich fragen: „warum kaufe ich etwas, was der Umwelt so viel Schaden zufügt?“ und „Gibt es keine Umweltfreundlicheren Alternativen?“

Glücklicherweise gibt es diese Alternativen und sie sind meist relativ einfach herstellbar und bestehen aus wenigen Inhaltsstoffen, die ökologisch abbaubar sind. Die meisten dieser Produktinhalte finden wir sogar direkt neben den herkömmlichen, fertigen Reinigungsmitteln (man braucht also gar nicht immer aufwändig suchen oder es im Internet zu bestellen). Du kannst ganz einfach die einzelnen Produkte kaufen (die für mehrere Anwendungen reichen), anstatt immer ein neues Produkt mit Plastikverpackung und Chemie.

Damit Du siehst, wie einfach die Zusammensetzung ist, möchte ich Dir Heute 4 Anleitungen geben, wie Du Teile Deines Haushaltes nachhaltiger gestalten kannst (es gibt aber noch viel viel mehr).

1. Klotabs
2. Spülmaschinenpulver
3. Festes Spüli
4. Waschmittel aus Kastanien

1. Klotabs

Was Du dafür brauchst:

100g                      Baking Soda
25g-50g                Zitronensäuse (je mehr desto mehr sprudelt es später)
10ml                      Wasser
20                           Tropfen Eukalyptusöl (Ätherische Öle)

So geht’s:

1. Gebe das Baking Soda in eine Schüssel und die 20 Tropfen des Öls dazu.

2. Füge nun auch die Zitronensäure in die Schüssel und mische alles einmal durch.

3. Gebe langsam (bei mir war es zu schnell und bisschen zu viel) das Wasser in die Schüssel. Am besten nimmst Du Dir einen Löffel dazu.

4. Das Gemisch wird etwas schäumen, sollte aber beim Vermischen eine Masse werden.

5. Gebe den Inhalt der Schüssel in eine Eiswürfelform und lasse ihn setzten. Wenn es zu viel schäumt (wie bei mir) kannst Du die Form ab und zu aus kleiner Entfernung, gerade auf eine Oberfläche fallen lassen, dann fällt der Schaum wieder in sich zusammen.

6. Damit die Klotabs hart werden, lasse sie am besten über Nacht trocknen und fülle sie dann in ein Gefäß Deiner Wahl.

Beim nächsten Kloputzgang kannst Du sie nun ausprobieren und sehen wie sauber Dein Klo wird. 😀

2. Spülmaschinenpulver

Spülmaschinentabs sind meinst mehrfach eingepackt. Auch flüssige Formen benötigen eine Verpackung. Damit darf jetzt Schluss sein, denn es gibt eine einfache Lösung mit umweltfreundlichen Stoffen, die in größeren Mengen gekauft und mehrfach verwendet werden können.

Für einen Spülmaschinendurchlauf brauchst Du:

2TL         Waschsoda
1TL         Kernseife
1TL         Sauerstoffbleiche

Und so geht’s:

1. Gebe genau diese Mengen in Deine Spülmaschine und lasse sie ganz normal durchlaufen.

Achtung: Diese selbstgemachte Lösung funktioniert nicht bei jeder Spülmaschine! Probiere es einfach mal aus und teste, wie Dein Geschirr im Anschluss aussieht. Wird es nicht sauber, Du möchtest aber dennoch auf die Verpackung verzichten, kannst Du die Tabs, in einem unverpackt-Laden in deiner Nähe, nachkaufen.

3. Festes Spüli

Spülmittel braucht jeder von uns in großen Mengen (außer Du hast eine Spülmaschine) und es gibt bisher wenige Möglichkeiten auf die Plastikverpackung zu verzichten. In manchen unverpackt-Läden können die Flaschen wieder aufgefüllt werden, dennoch gilt dies nicht für jeden Shop. Wenn Du aber ganz auf das  Plastik verzichten möchtest, ist diese Anleitung super für dich, denn Du kannst Spülmittel in wenigen Schritten selber machen.

Dafür brauchst Du:

100g      SLSA (das ist ein umweltverträgliches Tensid, gibt es leider nur im Internet zu bestellen)
10g         Kernseife
100g      Speisestärke oder Baking Soda
20           Tropfen ätherisches Orangenöl (soll ein zusätzlicher Fettlöser sein)
50ml      Wasser
Muffinförmchen

So geht’s:

1. Mische das Tensid und die Speisestärke/ Baking Soda in einer Schüssel. Trage dabei am besten eine Atemmaske, da das Tensid nicht eingeatmet werden sollte.

2. Reibe die Kernseife oder zerkleinere sie in einem Mixer, sodass kleine Flocken entstehen.

3. Erhitze das Wasser und gebe die Kernseifeflocken dazu. Schüttle das Gefäß, bis die Seife aufgelöst ist.

4. Gebe das Gemisch anschließend zu den anderen Zutaten in die Schüssel, später auch das ätherische Öl und vermische alles zu einem bröseligen Teig. Falls es zu krümelig ist, gebe noch etwas mehr Wasser dazu.

5. Der „Teig“ kann nun in die Muffinförmichen gegeben werden. Drücke ihn wirklich fest in die Form, sodass später alles gut zusammenhält.

6. Lasse das Spüli für mehrere Tage trocknen.

Benutze es, indem Du den nassen Schwamm beim Spülen über das feste Spüli reibst.

4. Waschmittel aus Kastanien

Auch beim Waschmittel gibt es das Verpackungsproblem und auch dieses Produkt benötigen wir sehr häufig. Aber auch dafür gibt es eine tolle und sogar kostenlose Alternative! Es braucht ein bisschen Zeit, lohnt aber.

Für das Waschmittel brauchst Du folgendes:

Ca. 8 Kastanien
300ml    Wasser
Ätherisches Öl für Geruch (optional)

Und so geht’s:

1. Viertel alle Kastanien und gebe sie in ein Gefäß mit dem Wasser (und dem Öl). Lasse sie 7-8 Stunden stehen.

2. Anschließend kannst Du die Flüssigkeit (sie sollte milchig aussehen) als flüssiges Waschmittel in die Waschmaschine geben (ohne Kastanien!). Wenn du kein ätherisches Öl nimmst, riecht die Wäsche neutral, finde ich persönlich nicht schlimm, aber das kann jeder für sich entscheiden, welchen Geruch und wie viel er oder sie verwenden möchte.

Tipp: Um die Zeit etwas zu verkürzen, kannst Du auch etwas vorarbeiten, indem Du die Kastanien im Mixer zerkleinerst und anschließend im Ofen, bei ca. 50°C (manchmal reicht es, nur das Licht anzumachen) und leicht geöffneter Tür, trocknest. Am besten sollte alle 30min. nachgeschaut werden, wie trocken die Stücke sind und sie etwas bewegt, bzw. gewendet werden.
Diese getrockneten Stücke kannst Du beliebig lange in einem Gefäß aufbewahren und wenn gewaschen werden soll brauchen die kleinen Kastanienstückchen nur ca. 30min. um für die Wäsche genutzt zu werden.

Welche dieser Methoden kanntest Du schon oder hast Du selbst schon getestet? Schreib mir auch gerne welche Zero Waste Ideen Du noch für den Haushalt hast. Probiere diese Alternativen auf jeden Fall einmal aus und werde genauso ein Fan davon, wie einfach und schnell (das meiste) zu erstellen ist.

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