Sächsische Schweiz, 5 Ausflüge die Du nicht verpassen solltest

Sächsische Schweiz, 5 Ausflüge die Du nicht verpassen solltest

Die sächsische Schweiz ist ein 93km2 großer Nationalpark im Osten von Deutschland, an der Grenze zu Tschechien. In Tschechien geht dann die böhmische Schweiz weiter mit einer Größe von 79km2. Gemeinsam liegen diese beiden Nationalparks im Elbsandsteingebirge. Dies ist ein vorwiegend aus Sandstein bestehendes Mittelgebirge mit einer Größe von ca. 700km2

Die sächsische Schweiz liegt nur 40km von Dresden entfern und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Bewohner und Besucher. Besonders Kletterer und Naturliebhaber kommen hier auf ihre kosten. Bekannt ist die Gegend für ihre aus Sandstein bestehenden Felsspitzen. Diese sind immer wieder in verschiedenen Filmen oder Serien zu sehen, wie zum Beispiel in Carnival Row, einer Fantasieserie aus den USA. Dieser Flecken Erde ist dadurch fast auf der ganzen Welt bekannt.

Da das Gebiet relativ groß ist, gibt es auch viel zu sehen, egal ob Bauten, Felsen oder ein wunderschöner Ausblick. In diesem Artikel werde ich dir daher 5 Ausflüge bzw. Orte nennen, die Du bei einem Besuch in diesem Nationalpark nicht verpassen solltest.

  1. Die Bastei
  2. Festung Königsstein
  3. Wanderwege – der Malerweg
    1. Schrammsteine – Wanderung und Aussicht
  4. Klettern und Bouldern
  5. Boofen – eine Übernachtung im Freien

1. Die Bastei

Eintritt: kostenfrei, Parkplatz: 4€ (Tagesticket)
Webseite: www.saechsische-schweiz.de/region/highlights/bastei.html

Diese Feldformation ist wohl die berühmteste der sächsischen Schweiz und daher ein beliebtes Ausflugsziel. Von der Bastei bietet sich ein einmaliges Panorama auf das Elbtal und weitere Sehenswürdigkeiten.

Das spannende an diesem Ort ist jedoch die 76,5m lange Brücke, welche sich durch die Felsen zieht. Über diese können Besucher kostenfrei hinüberlaufen und den Ausblick genießen. Geht man noch etwas weiter durch das Gebiet, gelangt man zu einer bekannten Ruine, der Felsenburg Neurathen. Sie ist die größte mittelalterliche Felsenburg der Region.
(Wer gerne wandert, findet rund um die Bastei viele Möglichkeiten, das Gebiet zu erkunden.)

Wer ganz nah an die Bastei heran möchte und schon früh morgens oder nachts ein einzigartiges Foto schießen möchte, kann ein paar Meter vor der Bastei im vier Sterne Bastei Hotel übernachten. Dieses verfügt sogar über einen Wellnessbereich. Nebenan gibt es außerdem noch das Panoramarestaurant, in welchen Gäste einen grandiosen Blick über die Elbe bekommen.

2. Festung Königsstein

Eintritt: ab 10€
Webseite: www.festung-koenigstein.de

Die Festung Königsstein ist eine der größten Befestigungsanlagen in ganz Europa. Mitten in der sächsischen Schweiz thront sie auf dem gleichnamigen Tafelberg oberhalb des Ortes Königsstein. Dieses Felsplateau liegt 240m über dem Elbtal und beherbergt über 50 Bauten, welche vom militärischen und zivilen Leben erzählen. Rund herum und die Festung steht eine 42m hohe und 1800m lange Festungsmauer, diese bestehen komplett aus Sandstein. Außerdem liegt in der Festung der zweittiefste Brunnen Europas! Er ist 152,5 Meter tief! Durch diese ganzen Vorrichtungen gilt diese Burg seit über 400 Jahren als uneinnehmbar! Sie wurde nie erobert.

Diese Festung ist bereits über 800 Jahre alt. Früher gehörte das Gebiet noch zum böhmischen Königreich und gelangt erst 200 Jahre später in den Besitz der Wettiner (ein sächsisches Herrschergeschlecht).

Im Jahr 1955 wurde die Festung der Öffentlichkeit, schließlich als militärhistorisches Freilichtmuseum, zugänglich gemacht. Einige Jahre später geht sie in das Eigentum des Freistaates Sachsen über.

Auch heute kann sich dieser Gebäudekomplex angeschaut werden. Ein Spaziergang auf der Festungsmauer sollte sich keiner entgehen lassen, der Ausblick ist atemberaubend! Auch in der Festung gibt es einiges zu sehen, viele verschiedene Museen und Ausstellungen sind in den alten Häusern zu finden und auch für Kinder gibt es ein breites Angebot. Wer mehr über die Geschichte erfahren möchte, kann Führungen buchen oder Audioguides ausleihen.

3. Wanderwege – der Malerweg

Die sächsische Schweiz ist voll von Wanderwegen, ob kurz oder lang, ein Spaziergang oder eine Wanderung über mehrere Tage, jeder findet etwas und kann dabei die tollen Orte in der Natur bestaunen.

Ein sehr bekannter Wanderweg ist der 112km lange Malerweg. Dieser soll Deutschlands schönster Wanderweg sein. Hier ließend sich einst wohl berühmte Maler zu ihren einzigartigen Werken inspirieren. Heute kann jeder der möchte, entweder einen Abschnitt seiner Wahl laufen oder gleich die ganze Strecke und die faszinierende Felsenwelt erkunden.

Der Weg ist in acht Etappen wanderbar und auf dem Weg gibt es zahlreiche Unterkünfte, welche oft Übernachtungen für nur eine Nacht anbieten, sodass die Abenteurer am nächsten Morgen direkt weiterziehen können. Auch ein Gepäckservice wird angeboten, das bedeutet, Gäste können ohne Gepäck wandern und dieses wird direkt zur nächsten Unterkunft gebracht.

Aktuell ist das Wandern auf dem Malerweg leider etwas eingeschränkt, da keine Unterkünfte geöffnet haben!

3.1. Schrammsteine – Wanderung und Aussicht

Wer die Wanderung nicht komplett machen möchte, sollte sich trotzdem die Schrammsteine ansehen. Sie bilden die 4. Etappe des Malerweges, aber jeder kann sie individuell besichtigen. Sie sind unter anderem in jedem Reiseführer zu finden und der Weg ist gut ausgeschildert. Die Besonderheit ist, dass der Weg auch für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist.

Die Schrammsteine sind eine langgestreckte, zerklüftete Felsengruppe in der Nähe von Bad Schandau. Zum Höhepunkt des 8,8Km langen Weges (als rundweg möglich) müssen allerdings einige sehr steile Treppen passiert werden, es ist also Vorsicht geboten! Dennoch kann die Wanderung in ca. 3 Stunden (ohne Fotostopps) bewältigt werden.

4. Klettern und Bouldern

Die sächsische Schweiz ist außerhalb der Alpen, das größte und älteste Klettergebiet in Deutschland. Daher gibt es hier viele verschiedene Möglichkeiten, für Anfänger oder Profi, seinem Hobby nachzugehen. 20.000 Kletterrouten und über 1.000 Sandsteingipfel können hier beklettert werden und wer da noch nicht genug hat, kann ins Erzgebirge fahren und dort weiter klettern.

Klettern sowie Bouldern ist hier an Felsen zwischen 10 und 100 Metern möglich. Da das Gebiet aber ein Nationalpark ist, gibt es strenge Auflagen. Nach Regen darf 24 Stunden nicht geklettert werden, damit der Sandstein nicht zu sehr abgetragen wird und es dürfen keine extra Karabiner etc. an den Wänden befestigt werden, lediglich die Sicherungen, die schon vorhanden sind, dürfen auch verwendet werden. Es ist außerdem meist schwerer als in einer Kletterhalle, da nur die schon vorhandenen Einkerbungen zum Festhalten benutzt werden dürfen.

Wer Bouldern (freies Klettern ohne Sicherung) möchte, findet im Biela Tal viele Optionen. Dort stehen hunderte Felsen nah aneinander und mit geringer Höhe.

Wer sich nicht direkt traut, an einem Felsen zu Bouldern, kann es in verschiedensten Hallen in Dresden erst einmal ausprobieren und später in den Nationalpark fahren. Auch zum Klettern eignen sich die Hallen, diese bieten Routen bis zu 35m an.

5. Boofen (Freiübernachten)

Wer gerne im Nationalpark wandern oder klettern geht und abends nicht wieder zurück in die nächst größere Stadt fahren möchte, kann diese tolle Möglichkeit nutzen. Zelten ist im Park strengstens verboten, Boofen allerdings nicht. In der säsischen Schweiz gibt es fast 60 ausgeschilderte Plätze, an denen Du unter freiem Himmel übernachten darfst.

Besonders im Sommer ist dies ein tolles Erlebnis. Ganz allein im Wald, Sterne beobachten und vielleicht auch das ein oder andere Tier vorbeilaufen sehen. Man wird eins mit der Natur. Einerseits ein toller Gedanke, andererseits sollte darauf geachtet werden, dass kein Müll hinterlassen wird und die Natur mit ihren Tieren und Pflanzen nicht gestört wird. Menschen die in Boofen übernachten wollen, sollten so wenig an diesem Platz und der Umgebung beeinflussen oder verändern, wie möglich, sodass die Umwelt nicht zusätzlich belastet wird.

Wichtig ist aber, dass das Entzünden von Feuern nicht an jeder Boofe gestattet ist. Dazu gibt es neun Ausgeschilderte Plätze, an denen Feuerstellen vorhanden sind. In vielen Karten oder auf folgender Webseite: www.saechsische-schweiz.info/elbsandsteingebirge/boofen.html, können die Plätze in einer Karte gefunden werden. Auch die Feuerstellen sind in einer Karte verzeichnet.

Hast Du die sächsische Schweiz schon einmal besucht? Welche Wanderung hast Du gemacht oder welche Sehenswürdigkeit bestaunt? Schreibe mir gerne in die Kommentare, welche Orte sonst noch einen Besuch wert sind.

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