Zahnpasta Alternativen – nachhaltige Zahnputzmethoden

Zahnpasta Alternativen – nachhaltige Zahnputzmethoden

Zähne zu putzen beschäftigt uns jeden Tag aufs neue. Immer wieder holen wir die Zahnbürste hervor und geben Zahnpasta darauf um unsere Zähne gesund und sauber zu halten. Dabei verbrauchen wir einerseits einige Zahnbürsten in unserem Leben und andererseits auch viele Zahnpastatuben. Dabei entsteht viel Müll, den man mit verschiedenen Zahnpasta Alternativen umgehen und reduzieren kann.

Zahnbürste – Welche Alternativen gibt es?

Zahnpasta wird meist mehr verbraucht, dennoch möchte ich dir zuerst die Zahnbürsten vorstellen. Die aus Plastik landen sehr oft im Meer und müssen erst mühsam herausgefischt werden, um sie zu recyceln, wenn dies überhaupt durchgeführt wird. Dabei gibt es heutzutage schon viele und nachhaltige Alternativen. Hier zeige ich dir 3 verschiedene:

Elektrische Zahnbürste mit nachhaltigem Aufsatz

Um weniger Plastik in den Ozeanen landen zu lassen, kann man auf elektrische Zahnbürsten zurückgreifen. Hier gibt es ein Unterteil, welches sehr lange verwendet werden kann, eigentlich bis es Akkutechnisch „den Geist aufgibt“. Der Kopf hingegen muss alle paar Wochen oder Monate ausgewechselt werden. Dadurch entsteht schon mal weniger Müll als bei einer herkömmlichen Zahnbürste. Mittlerweile gibt es diese Kopfaussätze außerdem in umweltfreundlichen Materialien. Diese sind beispielsweise recycelt oder bestehen aus Zuckerrohr und Cellulose (diese sind dann einfach ökologisch abbaubar).

Bambuszahnbürste

Wer nicht auf die Handzahnbürste verzichten oder sich mit einer elektrischen nicht anfreunden möchte, kann die Bambuszahnbürste nutzen. Diese kann genau wie die Plastikzahnbürste verwendet werden, kostet kaum mehr Geld und besteht bis auf die Borsten aus Bambus. Nach der Benutzung wäre es gut, wenn Du die Borsten rausziehst, sodass die restliche Zahnbürste in den Biomüll wandern kann.

Miswak/ Süßholz

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann sich sogar mit Holz die Zähne putzen! Wie geht das fragst Du dich? – Mit einem bestimmten Holz namens „Miswak“. Dieses Wurzelholz hat so dünne Fasern, sodass es, angefeuchtet und mit den Zähnen weichgekaut, wie eine natürliche Zahnbürste wirkt. In Afrika, im Orient und in Ostindien wurde die Wurzel übrigens schon vor langer Zeit als Zahnbürste genutzt. In Europa wächst die Pflanze nicht, aber auch Süßholz hat eine gute Zahnbürstenfunktion. Die Rinde ist etwas schwerer zu entfernen, aber die inneren Fasern handhaben sich ähnlich wie beim Miswak. Wie der Name schon sagt, schmeckt es auch etwas süßer, als das Miswak.

Wenn der vordere Teil des Holzes nicht mehr gut zum Säubern der Zähne fungiert, kann einfach etwas abgeschnitten werden und die Wurzel weiter- und wiederverwendet werden. Du kannst diesen Prozess so lange weiterführen, bis nur noch ein kleines Stück vom Holz über ist, dieses kannst Du dann in den Biomüll oder Kompost werfen.

Zahnpasta Alternativen

Kommen wir nun zur wichtigen Paste, welche zum Zähneputzen so notwendig ist, oder vielleicht auch nicht?

Als ersten Tipp würde ich dir gerne mitgeben, versuche immer, vegane Zahnpasta zu kaufen. Zum einen kannst Du sichergehen, dass wirklich keine tierischen Teile in der Paste vorhanden sind, zum anderen stellst Du sicher, dass keine tierischen Experimente damit durchgeführt wurden. Auch bei den weiteren Inhaltsstoffen geben die meisten Anbieter Informationen darüber, ob beispielsweise Mikroplastik enthalten ist.

Außerdem kannst Du auf die Verpackung der Paste achten, sofern Du lieber eine Zahnpasta nutzt, als andere Produkte (komme ich gleich zu). Es gibt mittlerweile Zahnpastatuben, welche kaum aus Plastik, sondern aus Holz oder recyceltem Plastik, bestehen.

Miswak/ Süßholz

Kommen wir aber nochmal auf das Miswak und Süßholz zurück, diese sind nämlich nicht nur Zahnbürste, sondern beinhalten auf natürliche Art und Weise auch viele der Stoffe aus der Zahnpasta. Sie sind also Zahnbürste und Zahnpasta in einem! Das Miswak ist dadurch nicht nur am umweltfreundlichsten, sondern auch das am praktischsten, denn man brauch nur diesen kleinen Ast und mehr nicht.

Eine Kleine Info noch zum Miswak: es gibt zwei Varianten zu kaufen, einmal eine getrocknete Form und eine frische Form, welche dafür aber in einer Plastik Vakuumverpackung verkauft wird. Das frische Miswak soll weicher und besser zu benutzen sein, als das unverpackte. Bisher habe ich nur das Süßholz ausprobiert, welches auch unverpackt und getrocknet ist. Dieses kann mit einem Messer einfach zurechtgeschnitten werden und funktioniert sehr gut, es muss nur zu Beginn etwas länger in Wasser eingeweicht werden. Aber das muss wohl jeder selber testen. (Wenn Du beides schon mal ausprobiert hast, schreibe deine Erfahrungen gerne in die Kommentare 🙂 )

Zahnputztabs

Aber es gibt noch weitere Alternativen. Vielleicht kennst Du Zahnputztabs schon aus dem Drogeriemarkt oder unverpackt Laden. Die kleinen weißen Tabletten gibt es oft mit und ohne Fluorid und in mehreren Geschmäckern. Wenn Du dir die Zähne putzen möchtest, feuchtest Du eine Tablette mit Wasser an und zerkaust sie dann im Mund. Anschließend kannst Du dir ganz normal die Zähne putzen.

Wenn Du die Tabs nicht gewöhnt bist, ist es zu Beginn wahrscheinlich etwas komisch, da sie körniger sind als die Paste. Außerdem schäumen sie nicht. Wen solche Dinge nicht stören, sollte die Tabs ausprobieren, denn wenn sie im Unverpackt Laden gekauft werden, entsteht wirklich keinerlei (Plastik)Müll. Ich persönlich nutze sie nur sehr selten, da ich doch andere Alternativen besser finde. Aber probiere es auf jeden Fall einmal aus und mach dir ein eigenes Bild davon.  

Zahnputzpulver

Das Pulver ist ähnlich wie die Tabs, nur sehr klein und zu Pulver verarbeitet. Wenn Du deine Zahnbürste mit Wasser befeuchtest und diese dann in das Pulver hältst, bleib es daran kleben und Du kannst dir die Zähne putzen. Das Pulver was ich ausprobiert habe hatte relativ wenig Geschmack, aber bei anderen Marken gibt es sicherlich auch welche mit besserem oder intensiverem Geschmack (falls das ein Kriterium wäre).

Die nachhaltige Alternative ist leicht verstaubar in einem Plastik- oder Glasgefäß. Diese kann immer wieder aufgefüllt werden, wenn es leer ist. Ich selbst habe noch nicht so viel Erfahrungen mit dieser Art von Produkt gemacht also, wenn Du dich da besser auskennst, schreibe gerne in die Kommentare, was deine Meinung dazu ist.

Zahnpasta selber machen

Wer wirklich gar keine Verpackung oder jegliche Art von Müll verschwenden möchte, kann Zahnpasta auch einfach selber herstellen. Dies ist in wenigen Schritten machbar und die produzierte Masse ist lange haltbar.

Alles was Du dafür brauchst ist Folgendes:

3EL Kokosöl
3EL Natron
1TL Zahnkreide
¼  Xylit
Ein paar Tropfen Minzöl (für den Geschmack)

Und so einfach ist es gemacht:

1. Erwärme das kaltgepresste Kokosöl bis es flüssig wird und gebe anschließend die weiteren Zutaten dazu. Rühre alles gut um und fülle es flüssig in kleine Töpfchen oder Dosen. Lasse es kaltwerden.

Schon ist die Zahnpasta fertig, wenn Du sie besonders fein haben möchtest, kannst Du Natron, Zahnkreide und Xylit vorher nochmal im Mixer feinpürieren.

Wenn die Paste fest ist, kannst Du die Zahnbürste in das Töpfchen stecken und etwas von der Paste abkratzen. Dann ganz normal die Zähne putzen. Achtung: die Zahnpasta schäumt nicht wie gewöhnliche Zahnpasten, das kann am Anfang etwas komisch sein, man gewöhnt sich aber dran.

Die Zahnkreide ist dafür wichtig, dass deine Zähne weiß bleiben, verwendest Du sie nicht, kann es passieren, dass zu wenige Putzstoffe in der Paste sind. Das kann dazu führen, dass deine Zähne sich zwar sauber und glatt anfühlen, sie jedoch langsam ihre weiße Farbe verlieren und Du mit normaler Zahnpasta nachhelfen musst.

Zahnpasta am Stiel

In manchen unverpackt Läden gibt es außerdem Zahnpasta am Stiel zu kaufen, diese habe ich leider selber noch nicht getestet und kann daher nicht viel darüber sagen. Wenn Du mehr Erfahrung damit hast, schreibe doch gerne in die Kommis, wie Du diese Variante findest, wie sie schmeckt und verwendet wird.

Die Paste am Stiel hat auf jeden Fall eine umweltfreundliche Verpackung und (so denke ich es mir) hält relativ lange. Sie sieht ein bisschen wie Eis am Stiel aus und kann einfach verstaut werden.

Fazit

Wie Du siehst, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, seine Mundhygiene auf eine umweltfreundlichere Weise aufrecht zu erhalten. Egal ob Bürste oder Paste, für beides gibt es mehrere Optionen, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist.

Ich persönlich finde die Bambuszahnbürste super, sie ist unterwegs superpraktisch und kann einfach entsorgt werden. Bei der Zahnpasta habe ich noch keinen Favoriten für mich festlegen können, ich finde das Miswak sehr praktisch und spannend, habe es aber selbst noch nicht getestet um viel darüber sagen zu können. Die selbstgemachte Zahnpasta finde ich auch sehr lecker und gut. Als ich diese aber das erste Mal selber gemacht habe, fügten wir keine Zahnkreide hinzu, wodurch das Problem mit der Zahnverfärbung auftrat. Als ich die Paste aber jeden zweiten Tag genutzt habe und sonst eine normale Zahnpasta, wurden sie schnell wieder weiß und ich konnte die Paste dennoch aufbrauchen.

Welche der Zahnbürsten und –Pasten für dich passend sind, musst Du am besten selber herausfinden. Probiere dich einfach etwas durch und finde deinen Favoriten. Gerne kannst Du mir (auch bei Instagram und co.) schreiben, welche der Zahnpasta Alternativen deine liebste ist und welche Du gerne einmal ausprobieren möchtest.

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