20 Tipps für einen Zero Waste Alltag – Teil 2

20 Tipps für einen Zero Waste Alltag – Teil 2

Im Teil 1 habe ich dir bereits einige Tipps gegeben, wie Du Müll im Alltag vermeiden kannst. Dabei habe ich die Themen Lebensmittel und elektrische Geräte aufgegriffen. In diesem Teil 2 werde ich dir 9 weitere Tipps geben, wie Du in anderen Lebenslagen Müll reduzieren oder gleich vermeiden kannst, sodass deinem Zero Waste Alltag nichts mehr im Weg steht.

12. Aus alt mach neu!

Upcycling ist eine tolle Gelegenheit, aus alten, scheinbar unbrauchbaren Gegenständen wieder neue und schicke Dinge herzustellen. Manchmal kann es schon eine alte Tasse sein, die zum Blumentopf umfunktioniert wird oder durchgelesene Bücher, die zu Regalen werden. Du kannst prinzipiell aus allem wieder etwas Neues herstellen. Werde kreativ und gestalte so dein ganz persönliches Heim mit tollen Einzelstücken.

Wie wäre es außerdem mit Schal und Handschuhen aus einem alten Pulli oder ein Hundekörbchen aus einem alten Autoreifen? Auch zum Verschenken sind solche Unikate toll! Das Gute ist, Du sparst Geld, verbrauchst weniger Müll und kannst deinen ganz eigenen Stil umsetzen!

13. Keine Werbung bitte!

Wer steht schon auf Werbung? Leider sieht man sie doch an jeder Ecke und oft landet sie auch im eigenen Briefkasten. Durch kostenfreie Wochenzeitungen gelangen die unterschiedlichsten Flyer von Supermärkten oder Technikgeschäften in deine Post. Manchmal auch ein Flyer vom Pizzalieferanten um die Ecke. All diese Prospekte landen zum großen Teil im Mülleimer. Oft sogar ohne, dass man sie vorher angeschaut oder gar gelesen hat.

Wenn Du dieser riesigen Ressourcenverschwendung ein Ende setzen möchtest, kannst Du eine einfache Sache tun. Klebe ein „Bitte keine Werbung“- Schild an deinen Briefkasten. Diese Schilder gibt es in Schreibwarengeschäften zu kaufen, Du kannst aber auch ein eigenes Schild basteln und ausdrücklich erklären, welche Zeitungen Du erhalten möchtest und welche nicht.

14. DIY – werde kreativ

Selbermachen klingt für viele nach großem Aufwand. Manchmal ist es das auch, aber Dinge selber zu machen weckt eine kindliche Kreativität in dir, die Du womöglich bereits vergessen hast. Außerdem gibst Du Geschenken oder Dekorationen deine eigene Note.

Selbermachen geht nicht nur um Sachen zu dekorieren, es kann auch sehr nützlich sein! Du kannst zum Beispiel deine eigenen Reinigungsmittel selber machen, und so einerseits die Plastikverpackungen sparen und andererseits umweltfreundliche Produkte herstellen. Oft sind diese sogar kostengünstiger, als die fertigen Produkte! Auch beim Kochen ist das selber machen meiner Meinung nach immer noch am besten! Du kannst die Gerichte ganz nach deinem Geschmack kreieren und überflüssiges Essen einfrieren.

Du kannst auch bei Kleidung selbstständig werden, hast Du schon mal eigene Socken gestrickt oder Taschentücher genäht? Auch Winterbekleidung kann toll gestrickt oder genäht werden, sodass Du in den buntesten Farben für den Winter gewappnet bist.

15. Nutze Ökostrom

Ein Thema bei welchem man nicht direkt weiß, wie hier Müll gespart wird, aber indem Du auf Ökostrom umsteigst, reduzierst Du radioaktiven Atommüll. Diese Atome zerfallen oft so langsam, bzw. eigentlich fast gar nicht, dass sich über eine lange Zeit die radioaktiven Strahlungen auf der Erde ausbreiten.

Wenn Du auf Ökostrom umsteigst hilfst Du nicht nur gefährlichen Müll zu verringern, sondern auch der Energiewende!

16. Achte auf Qualität

Qualitativ hochwertige Produkte sind zwar weitaus teurer als billige Alternativen, dennoch ist es auf lange Sicht sinnvoller, exklusivere Produkte zu kaufen. Diese halten um einiges Länger (je nach Behandlung) und so lohnt sich der hohe Preis am Ende. Hier spreche ich nicht nur von Kleidung, es können alle möglichen Produkte sein, wie Schlafsäcke, Elektrogeräte oder Spielzeug. Wenn Du die Dinge gut behandelst, halten sie gefühlt ewig und Du musst nicht immer wieder Neues kaufen, was am Ende nur im Müll landet.

17. Kauf Secondhand

Eine andere Möglichkeit zur Qualität, ist der Secondhand Kauf. Auch hier muss es nicht nur um Klamotten gehen, sondern auch Handys, Spielzeug oder Autos können aus zweiter Hand ersteigert werden.

Besonders bei Kleidung ist dies sehr bekannt und es gibt in jeder größeren Stadt mindestens einen Secondhand Shop für Damen-, Herren- oder Kindersachen. Wenn Du also gerne mal wieder richtig shoppen gehen möchtest, schau dich doch mal in solchen Shops um, hier findest Du alles von Markenkleidung bis Unikat! Ein weiterer Vorteil ist, dass Du nebenbei noch eine Menge Geld sparst und die Einzelstücke meist nur selten getragen wurden.

18. Kinderspielzeug

Kinderspielzeug ist toll und es gibt tausende davon. Leider bestehen die meisten aus Plastik und gehen dadurch schneller kaputt. Kinder bekommen alles klein, daher bietet es sich an, auch hier auf Qualität zu achten und hochwertiges, am besten aus Holz bestehendes, Spielzeug zu kaufen. Es geht nicht so schnell kaputt, ist oft bunt bemalt und es entsteht viel weniger Müll! Wie in Punkt 16 beschrieben, lohnt sich der höhere Preis wegen der Haltbarkeit des Spielzeuges.

19. Weniger Müll im Bad

Auch im Bad kannst Du an vielen Stellen Müll sparen. Nutze beispielsweise ein festes Seifenstück, anstatt Flüssigseife im Plastikgefäß. Alternativ kannst Du die flüssigseife auch im unverpackt Laden auffüllen und nutzt so die vorhandene Verpackung. Auch beim Deo gibt es feste oder verpackungsfreie Varianten zu kaufen. Deo kannst Du außerdem auch selber machen.

Zu Haare waschen kannst Du einen festen Shampoobar nutzen, sodass keinerlei Müll entsteht und auch das Duschgel ist so zu ersetzen. Wie ich dir in meinem Beitrag „nachhaltige Zahnputzalternativen“ bereits gezeigt habe, gibt es auch für Zahnbürste und Zahnpasta mehrere nachhaltige Alternativen, teilweise auch zum selber machen.

Zum abschminken können außerdem wiederverwendbare Abschminkpads, sowie Wattepads genutzt werden. Zum Rasieren muss Du keinen Einwegrasierer nutzen, sondern es gibt zahlreiche, langlebrigere Produkte, wie Rasierer aus Holz oder Metall. Frauen können zudem statt Binden oder Tampons, die Menstruationstasse oder waschbare Binden nutzen.

Im Badezimmer gibt es viele Möglichkeiten, auf (Plastik)Müll zu verzichten. Nachhaltige Alternativen gibt es hier wie Sand am Meer.

20. Trenne Müll richtig

Seinen Müll zu trennen kann oft helfen, den gesamten Müll zu verringern. Hier in Deutschland tun wir dies schon gut und sortieren verschiedene Rohstoffe. In anderen Ländern ist dies nicht der Fall. Dort wird jeglicher Müll zusammengeschüttet und alles wird verbrannt. Dies schädigt nicht nur die Umwelt, sondern früher oder später auch die Menschen, die in solchen Gebieten leben.

In meinem Beitrag: Mülltrennen, aber wie? Erkläre ich dir dies noch einmal im Detail.

Nun kennst Du 20 Wege, Müll in deinem Alltag zu vermeiden und es kann deinem Zero Waste Lifestyle nicht mehr viel im Wege stehen!

Schreib mir gerne welche Tipps Du schon kanntest und was dir völlig neu war. Was fällt dir besonders leicht umzusetzen und was stellst Du dir noch schwer vor?

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