Rote Beete: Das steckt hinter der Superknolle

Rote Beete: Das steckt hinter der Superknolle

Das leckere Wintergemüse ist nicht bei jedem sehr beliebt. Dabei besitzt es so viele unterschätzte Kräfte, dass besonders vegan-lebende Menschen diese Knolle viel häufiger konsumieren sollten. Aber auch alle anderen können Vorteile aus Rote Beete ziehen, denn sie beugt durch ihre zahlreichen Inhaltsstoffe vielen Krankheiten vor. Auch ich esse die farbenreiche Knolle sehr selten und wusste nicht genau über ihre Wirkungen Bescheid. Nach meiner Recherche weiß ich mehr und möchte auch dir zeigen, was diese Superknolle alles drauf hat.

  1. Übersicht
  2. Inhaltsstoffe in der Roten Beete
  3. Positive gesundheitliche Effekte von Rote Beete
  4. Risiken bei Rote Beete
  5. Rote Beete Salat Rezept

1. Übersicht

Die kleine rote Knolle kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist aber auch in Eurasien und Amerika weit verbreitet. Heute wird sie von September bis März auch in Deutschland angepflanzt und zählt zu den Winterwurzelgemüsen.

Die Superknolle weist durch ihre reichhaltigen Nährstoffe viele Anwendungsgebiete auf. So gilt sie als Prävention vor Erkältungen, hilft gegen Herzkrankheiten, Alterserscheinungen, Bluthochdruck oder Diabetes. Selbst gegen Übergewicht soll die Pflanze helfen (unten gehe ich genauer auf die einzelnen Punkte ein).

Die kleine Rübe ist außerdem reich an Mineralstoffen und fördert die Durchblutung. Dies erhöht die Leistungsfähigkeit beim Sport, körperlicher und geistiger Arbeit. Sie kann sogar die Stimmung aufhellen und die Verdauung unterstützen.

Wichtig zu wissen ist, dass in Roter Beete Nitrat enthalten ist, welches unser Körper braucht. Wird die Knolle aber zu lang oder falsch gelagert, wandelt sich dieses Nitrat in Nitrit um, welches schädlich für unseren Körper ist (bei frischem Spinat passiert das gleiche). Besonders bei Kleinkindern und Babys kann dies zum Tod führen! Kaufe Rote Beete daher am besten immer frisch und regional. So gehst Du sicher, dass keine schädlichen Stoffe enthalten sind.

2. Inhaltsstoffe in der Roten Beete

Rote Beete enthält viele Vitamine und Mineralstoffe und ist gleichzeitig aber sehr kalorienarm (41 Kilokalorien auf 100g). Das Polyphenol Betanin ist für die lila Färbung verantwortlich. Es stärkt zusätzlich die Immunabwehr, hemmt Entzündungen, senkt den Blutdruck und kann Krebs vorbeugen.

In Roter Beete ist zusätzlich eine so große Menge Eisen enthalten (0,8 Milligramm auf 100g), dass dies deinen Tagesbedarf deckt. Durch die vielen Vitamine kann das Eisen gut vom Körper aufgenommen werden. Daher ist die Rote Beete perfekt, um einen Eisenmangel vorzubeugen.

In dieser Tabelle zeige ich dir, welche Mengen an Inhaltsstoffen in 100g Rote Beete vorhanden sind:

100 Gramm Rote Beete bieten:

  • 0,2 Gramm Fett,
  • 78 Milligramm Natrium,
  • 325 Milligramm Kalium,
  • 2,8 Gramm Ballaststoffe,
  • 4,9 Milligramm Vitamin C,
  • knapp 80 Mikrogramm Folsäure,
  • 0,8 Milligramm Eisen,
  • 16 Milligramm Kalzium,
  • 23 Milligramm Magnesium,
  • 0,3 Milligramm Zink
  • und 16 Milligramm Mangan

3. Positive gesundheitliche Effekte von Roter Beete

Durch die Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, die wenigen Kalorien und Fette ist die Rote Beete eine der gesündesten Gemüsesorten. Kein Wunder also, dass sie gleichzeitig noch mehreren Krankheiten vorbeugen kann. Hier werde ich dir einige positive Effekte vorstellen.

Die Stoffe in der Rote Beete fördern die Bildung von Mitochondrien welche die Leistungsfähigkeit des Körpers anregen. Dies hilft Sportler*innen, schneller zu reagieren. Muskeln und Gewebe werden besser durchblutet und versorgt. Der Körper kann, je mehr der Mitochondrien sich im Körper befinden, leichter Fett verbrennen und hilft dir so beim Abnehmen. Auch die bessere Durchblutung regt den Gewichtsverlust an.

Die Stickstoffproduktion ist bei Diabetikern eingeschränkt, ein Verzehr von Roter Beete verbessert dies, so können Insulinempfindlichkeit und Blutzucker besser kontrolliert werden.

Florsäure und Eisen sind bei der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt und wirken sich positiv auf den Bluthaushalt aus. Auch die vielen B-Vitamine unterstützen diese Entstehung, was gegen Blutarmut hilft. Nitrat und Stickstoffverbindungen in der Roten Beete können zudem den Bluthochdruck regulieren. Dieser Stickstoff ist antibakteriell und hilft gegen Karies.

Der Farbstoff Betanin weist auch hilfreiche Eigenschaften auf. Durch seine Antioxidantien kann er die Funktionen von Darm, Leber und Harnblase stimulieren. Es können Entzündungen bekämpft werden. Die Knolle regt durch ihre hohen Anteile an Ballaststoffen, die Verdauung und die Produktion von Magensäure an.

Innerlich wie äußerlich kann die Rübe gegen Akne, Abszesse oder Furunkel angewendet werden, da sie die Wundheilung verstärkt.

4. Risiken bei Rote Beete

Ein tolles Gemüse diese Rote Beete, doch nicht für alle Menschen ist sie so gesund. Wer an Nierensteinen leidet oder solche entwickeln könnte, sollte weniger Rote Beete konsumieren. Die in der Rübe enthaltenen Oxalsäuren können das Risiko vergrößern, Harn- oder Nierensteine zu entwickeln.

Auch das Problem der Nitrat-Nitrit-Umwandlung ist schädlich. Wenn sich zu viel Nitrit im Körper bildet, kann es sich an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligen.

Für Säuglinge bis zum sechsten Lebensmonat ist Nitrit besonders gefährlich. Eine Nitritvergiftung kann hier zu einer Säuglingsblausucht führen. Nitrit verhindert den Transport des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin), wodurch Lippen und Haut des Säuglings blau anlaufen. Hämoglobin ist für den Sauerstofftransport im körper zuständig, wird dieser unterbunden, können Säuglinge ersticken!

5. Rote Beete Salat Rezept

Da die Knolle im rohen Zustand besonders gesund ist, werde ich dir hier einen leckeren und einfachen Rote Beete Salat aus drei Zutaten zeigen. Durch das viele Vitamin C aus Roter Beete, Apfel und Zitrone kann das Eisen aus der Beete sehr gut aufgenommen werden und stärkt dich besonders. Den Salat kannst Du in kleinen Portionen morgens oder mittags essen, so hast Du genügend Energie für den restlichen Tag.

Der Zitronensaft verhindert außerdem, dass sich das gute Nitrat in schädigendes Nitrit umwandelt. Wenn Du den Saft also über die Knolle oder schon zubereitete, rohe Beete träufelst, hält sie sich länger. Das Rezpet reicht as Vorspeise für 3-4 Personen, als Haupspeise für 1 Person.

Für den Salat brauchst Du:

2             Rote Beete Knollen
4             kleine Äpfel
½            Zitrone

Zubereitung:

1. Wasche die Rote Beete und die Äpfel und reibe sie in grobe Stücke. Dies dauert bei der Rote Beete etwas, da sie relativ hart ist. Außerdem bekommst Du schöne rote Hände, da die Beete sehr ausfärbt. Wenn Du dies vermeiden willst, zieh am besten Handschuhe an.

2. Presse die Zitroe aus und mische alle drei Zutaten in einer Schüssel zusammen. Schon ist der Salat fertig!

Du kannst den Salat auch als eine Mahlzeit essen, ich finde er macht wirklich super satt.

Eine kleine Anmerkung noch zur Roten Beete: Das Betanin färbt so intensiv, dass auch Ausscheidungen wie Urin rötlich sein können. Das ist aber gar nicht schlimm, sieht nur auf den ersten Blick etwas eigenartig aus.

Um so viele Inhaltsstoffe wie möglich zu erhalten, sollte die Rübe nicht zu lang gekocht werden. Am besten bereitest Du sie roh zu, wie in diesem Salat, dann bleiben alle Inhaltsstoffe bestehen. Wenn Du sie doch kochen möchtest, lass die Schale dran und entferne diese erst nach dem kochen. Salz am besten wenn auch erst gegen Ende der Kochzeit hinzufügen, dieses kann sonst die Farbstoffe entziehen.

Auch gut zu wissen ist, dass Du nicht nur die Knolle, sondern auch die Blätter essen kannst. Auch diese beinhalten viele Nährstoffe und können wie Mangold zubereitet werden.

Ich finde dieses kleine unscheinbare Gemüse wirklich spannend und werde es in Zukunft häufiger essen, allein um meinem Körper genügend Eisen zuzuführen und mehr Energie für den Tag zu haben. Erzähle mir gerne, ob Du diese Superknolle auch so unterschätzt hast wie ich oder ob dir die vielen tollen Eigenschaften schon bekannt waren. Bist Du ein Rote Beete Fan oder ist die rote Knolle nicht so deins?

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