Übernachtung im Dschungel – Taman Negara Nationalpark

Übernachtung im Dschungel – Taman Negara Nationalpark

Nationalparks faszinieren mich auf Reisen immer mit am meisten. So eine ganz andere Natur hautnah zu erleben oder Tiere zu beobachten, die es in Deutschland oder Europa gar nicht gibt, ist immer ein Highlight. So durfte auch in Malaysia der erste Nationalparkbesuch nicht fehlen. Es sollte in den Taman Negara National Park gehen. Dort wollten wir drei Tage verbringen und durch den Dschungel wandern.

Nachdem wir in den Cameron Highlands die Teeplantagen erkundet hatten, sollte uns früh morgens ein Van an der Unterkunft abholen und zu einer Anmeldestelle für den Park bringen. Nach kürzerem Warten kam dieser besagte Van an, er war gefüllt mit vielen anderen Travellern und wir bekamen die letzten beiden Plätze. Wit fuhren mehrere Stunden durch die Gegend und kamen schließlich an kleinen Stadt an. Dort mussten wir den Eintrittspreis für den Nationalpark, sowie die Bootstour in den Park, bezahlen.

Weiter ging es mit kleinen Kanuähnlichen Booten. In jedes Boot passten um die 12 Personen und das dazugehörige Gepäck. Eine Stunde würden wir in praller Sonne, über den Fluss schippern, bis wir an dem Hauptpunkt im Park ankommen würden. Es war ein unglaublich heißer Tag und auch wenn wir einen Sonnenschutz hatten, war das zu viel Sonne an einen Tag für meinen Körper und als wir ankamen hatte ich Kopfschmerzen. Wir fuhren weiter zu unserer Unterkunft, die quasi aus kleinen Hobbithöhlen bestand und machten es uns gemütlich.

Die Unterkunft lag direkt am Fluss und war mitten im Dschungel. Abends besorgte mein Reisebegleiter eine leckere Suppe für uns, welche wir direkt am Fluss löffeln konnten und danach ging es mir auch bald besser. Später fuhren wir mit dem Shuttle der Unterkunft wieder zum zentralen Ort des Parks, um eine Nighttour durchzuführen. In einem umgebauten Jeep fuhren wir im dunkeln, mit 10 Touristen und einem Guide, eine Strecke ab um Tierbe zu beobachten.

In einer 90-Minütigen Tour sahen wir leider weniger als erwartet. Flughörnchen ließen sich blicken und ein paar kleine Vögel und Mäuse. Leider keine Tiger oder Schlangen, aber es war trotzdem toll, einmal des Nachts durch den Dschungel zu fahren. Der Tourguide hatte eine große Taschenlampe und suchte in den Bäumen nach den Tieren, wenn er eins fand, versuchte er, in seinem gebrochenen Englisch zu erklären, was das für ein Tier war und gab Hintergrundinfos. Da mein Reisebegleiter selbst Malaie war, konnte er bei der Übersetzung aushelfen, denn oft fielen dem Guide nicht die richtigen Wörter ein.

Am nächsten Morgen wollten wir richtig in den Nationalpark eindringen und dort gleich übernachten. Im Park gibt es ganz verteilt, Übernachtungshütten, diese sind spärlich bis gar nicht ausgestattet, es gibt Betten aus Holz, für die Du eigene Isomatten etc. brauchst, und ein Plumsklo, welches wahrscheinlich nie gereinigt wird. So wanderten wir los und liefen durch den Wald.

An einer Stelle durchquerte ein Fluss unseren Weg und wir mussten hindurch stapfen. Der Fluss war nicht tief, aber wir mussten dennoch aufpassen, dass wir nicht von der Strömung mitgerissen wurden oder auf einmal eine Wasserschlange auftauchen würde. Langsam bewegten wir uns vorwärts und mein Blick war stets auf den Boden des Flusses gerichtet.

Auf der anderen Seite angekommen trockneten wir unsere Füße und zogen unsere Schuhe wieder an. Währenddessen sahen wir dann wirklich eine Wasserschlange durch den Fluss schlängeln und es war einerseits faszinierend eine Schlange in freier Wildbahn zu sehen und andererseits auch beängstigend, denn sie war sicherlich mehrere Meter lang. „Was wäre, wenn wir ihr im Fluss begegnet wären?“ Aber sie beachtete uns gar nicht und schwamm einfach weiter ihres Wegs und wir durften sie beobachten. 

Unsere „Luxusunterkunft“

Weiter ging der Weg zu unserer heutigen Unterkunft. Nach weiteren Kilometern erblickten wir das Sternehotel und sahen uns um. Eine Treppe führte nach oben, es gab weder Türen noch Fenster. Das Klo war unten. Es gab ein großes Fenster zum Beobachten der Tiere, welches direkt auf eine Lichtung blicken ließ.

Wir aßen unsere Mitgebrachten Flüchte zu Abend und warteten. Irgendwie war mir mulmig zu Mute ohne Türen und Fenster im Dschungel zu schlafen, was wenn doch mal eine Schlange hallo sagen möchte oder ein größeres Raubtier einen Schlafplatz sucht? Auch wenn sie fast ausgestorben sind, gibt es immer noch Tiger in Malaysia und ich hätte es unglaublich gefunden, einen ich freier Wildbahn sehen zu dürfen, aber in dieser Hütte würde ich ihm doch nicht begegnen wollen.

In der Nacht wachte ich immer wieder auf und auch mein Reisepartner konnte wohl nicht gut schlafen. Wir zündeten Kerzen und Räucherringe gegen Moskitos an und schauten immer wieder durch das Fenster. Ab und zu konnten wir Tieraugen erblicken und versuchten zu erraten, von welchem Tier diese Augen stammen könnten. Anschließend legten wir uns wieder schlafen, wachten wenige Stunden später wieder auf und der Prozess wiederholte sich.

Auf dem Rückweg

Am nächsten Morgen wachten wir auf, ohne das eine Schlange oder ein Tiger zu Besuch kamen, packten unsere Sachen, aßen ein paar weitere Früchte und begaben uns auf unseren Rückweg. Wir nahmen eine andere Strecke um noch zu einem TreeTop Weg zu gelangen und uns den Dschungel einmal von weiter oben anzuschauen.

Anschließend waren wir innerhalb ein paar Stunden wieder bei der Zentralen Station angekommen und konnten in Ruhe Mittag essen. Danach holten wir unser Gepäck bei der Infostelle ab, dort hatten wir es über Nacht abstellen dürfen, und warteten auf einen Shuttle, welcher uns wieder aus dem Park bringen sollte.

An diesem Punkt sollten sich die Wege meines Reisepartners und mir trennen, da ich Malaysia noch ein wenig auf eigene Faust erkunden wollte. Wie das Schicksal später entscheiden würde, sollten wir uns noch einmal wiedersehen, aber dazu gibt es in einem anderen Bericht mehr.

Fazit:

Mit hat der Aufenthalt im Nationalpark sehr gefallen, endlich war ich hautnah an Natur und Tieren dran. Die Nacht in der Hütte war durchwachsen, ich fand es super im Dschungel zu übernachten und Tiere beobachten zu können, aber der Gedanke, dass eines der größeren Tiere hereinspazieren könnte, löste doch eine innere Beunruhigung in mir aus. Der Tierbeobachtungstrip am ersten Abend ist leider nicht so erfolgreich ausgefallen, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber andere haben an anderen Tagen bestimmt mehr Glück.

Der Park ist auf jeden Fall einen Besuch wert, die Flora und Fauna sind so komplett unterschiedlich zu den europäischen, das sollte man mal gesehen haben.

PNach der Wanderung im Schatten ausruhen 😛

Warst Du schon in einem der Nationalparks und Malaysia oder Südostasien unterwegs? Welche Pflanzen oder Tiere durften Du beobachten? Schreibe mir gerne Deine Erfahrungen in die Kommentare, ich freue mich darauf. 😀

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