Vietnam

Meine 4 Highlights in Vietnam

Nachdem ich Thailand besucht hatte, war Vietnam das letzte Land meiner Reise. In Vietnam kannst Du als Deutscher das kostenfreie Visum nur f├╝r 15 Tage bekommen, ich hatte meinen R├╝ckflug aber schon f├╝r einen sp├Ąteren Zeitpunkt gebucht. Daher musste ich zwischendurch nach Kambodscha reisen und konnte dann nochmal in Vietnam mit einem kostenpflichtigen Visum einreisen. Das organisierte mir die Hostelbesitzerin.

Leider musste ich bei der zweiten Einreise nochmal Geld bezahlen, was ich nicht eingeplant hatte da ich schon meiner Hostelbesitzerin Geld gegeben hatte. Ein Preis von beiden war wahrscheinlich nicht ganz offiziell, also pass immer gut auf und mach Dich ├╝ber die Visageb├╝hren richtig schlau bevor Du es beantragst.

Aber kommen wir zu den sch├Ânen Dingen in Vietnam, zu den 4 Highlights, die w├Ąhrend meiner Reise entstanden sind.

1. Hoi An

Diese kleine sch├Âne Stadt mitten in Vietnam hat eine wundersch├Âne Altstadt zum Flanieren. Wenn Du Dir in der Altstadt aber Tempel oder ├Ąhnliches anschauen m├Âchtest, brauchst Du ein Ticket, womit Du in alle Anlagen reingehen kannst. Auch der Hafen ist sehr sch├Ân. Alles ist klein und gem├╝tlich, selbst wenn 1.000de Touristen in der Stadt sind.

Etwas anderes tolles sind die vielen Schneidereien in Hoi An. Besonders f├╝r Frauen ist es ein Paradies, da die Schneiderfrauen innerhalb 24 Stunden ein Kleid oder Schuhe anfertigen. Es ist vielleicht etwas teurer als asiatische Preise, aber da es so schnell geht und Du den N├Ąherinnen einfach ein Bild als Vorlage f├╝r Dein Kleid oder Schuh geben kannst, sind die Preise wirklich angemessen. Im Vergleich zu Europa ist es wahrscheinlich immer noch super billig. Ich habe f├╝r mein Kleid damals 30$ bezahlt. F├╝r M├Ąnner k├Ânnen auch Anz├╝ge gestaltet werden, dazu kann ich leider keine Erfahrungen geben.

Es gibt auch einen sch├Ânen Strand in der N├Ąhe, wo Du einfach mit einem Fahrrad hinfahren und einen gem├╝tlichen Tag einlegen kannst.

2. Da Nang & Day Tour durch die Region

Auch in Da Nang gibt es einen sch├Ânen Strand. Dieser ist aber in den letzten Jahren sehr mit vielen Hotels zugebaut worden.

Da ich etwas Zeitdruck hatte und trotzdem so viel wie m├Âglich sehen wollte, entschied ich mich, eine Day Tour mit dem Roller zu machen. Ich hatte geh├Ârt, dass man von Da Nang mit dem Roller direkt nach Hue, einer gr├Â├čeren Stadt etwas weiter im Norden fahren kann. Auf dem Weg sollte man den Hai Van Pass passieren, welcher einen atemberaubenden Ausblick versprach. Da ich nicht komplett bis Hue fahren konnte und den Pass und zwei weitere Orte auf jeden Fall sehen wollte, musste ich alles in einer Tagestour unterbringen.

Es ging fr├╝h los, mein erstes Ziel sollten die Marble Mountains sein. Das sind f├╝nf verteilte Marmorberge auf denen jeweils ein kleiner Dschungel w├Ąchst und Pagoden stehen. Im Tal ist ├╝berall die Stadt verteilt.

Als n├Ąchstes wollte ich mir, eine zu der Zeit brandneue Attraktion, die Golden Bridge mit der dazugeh├Ârigen Sun World anschauen.

Beides geh├Ârt zusammen und Du musst das Ticket f├╝r beide Sachen kaufen, da Du nur so mit allen Gondeln fahren kannst. Au├čerdem ist das Ticket relativ teuer, da es zum einen neu und zu anderen touristisch ist. Aber die Br├╝cke lohnt sich, sie sieht einfach unglaublich aus (auch wenn viele Menschen dort sind).

Um das Ticket richtig zu nutzen, lie├č ich mir viel Zeit und schaute mir alles in Ruhe an. Auf dem Berg, wo Du mit der ersten Gondel hochf├Ąhrst, kommst Du einmal zu der Br├╝cke und einmal zu einer weiteren Gondel, die Dich in eine Kunstwelt bringt. Oben auf dem Berg ist im europ├Ąischen Stil eine Stadt aufgebaut worden. Dort k├Ânnen Touristen Essen oder Getr├Ąnke kaufen, sich mehrere Tempel anschauen und Schauspielern bei Auff├╝hrungen zuschauen. Selbst mehrere angelegte G├Ąrten gibt es in dieser Fakeworld. Es ist auf der einen Seite faszinierend und auf der anderen Seite gruselig durch eine so perfekte Welt zu laufen. 

Das Highlights und letzte Ziel des Tages sollte der Hai Van Pass sein. Die Stra├če windet sich auf der einen Seite an Bergen Entlang und auf der anderen Seite liegt der Ozean. Es macht super viel Spa├č dort entlang zu fahren auch wenn Du alle 5min. anhalten kannst, weil die Aussicht so sch├Ân ist.

Eigentlich war mein Plan eine Rundfahrt zu machen, damit ich Zeit und Fuel sparen konnte, leider d├╝rfen Roller aber die Schnellstra├če nicht befahren weswegen ich den Pass wieder zur├╝ckfahren musste.

3. Hanoi ÔÇô Capital City

Hanoi hat mir im Gegensatz zu Ho Chi Ming City viel besser gefallen! Es ist viel kleiner und (mehr oder weniger) ruhiger. Mitten durch die Stadt f├Ąhrt ca. zweimal am Tag ein Zug, an dessen Gleisen sonst die Menschen leben und Dinge verkaufen.

Au├čerdem kannst Du unglaublich gut shoppen gehen. Seien es Souvenirs, Gew├╝rze, Markenprodukte, Kokosbowls oder St├Ąbchen. Es ist sehr sch├Ân durch die Stra├čen zu laufen und die Stadt zu genie├čen. Abends, wenn alle Restaurants Touristen anlocken wollen, wimmelt es ├╝berall von Menschen. In Hanoi gibt es auch das Mausoleum von Ho Chi Ming, welches auf einem gro├čen Platz thront.

An meinem letzten Abend spielte ich mit anderen Reisenden, die ich auf dem Weg Richtung Norden kennengelernt hatte, einen Escape Room. Man kann nicht immer nur Sightseeing machen, ab und zu braucht man auch mal etwas Abwechslung.

4. Sapa

Sapa liegt ganz im Norden von Vietnam, dort kommen die Bilder von den vielen Reisfeldern her. Das konnte ich mir nat├╝rlich nicht entgehen lassen. Da ich nur noch ein paar Tage hatte, bis ich meinen R├╝ckflug antreten musste, konnte ich dort nur eine Nacht bleiben. Vor Ort mietete ich mir einen Roller und suchte meinen Weg Richtung Reisfelder.

Au├čerhalb der Stadt fangen diese immer mehr an und zwischendurch gibt es mehrere D├Ârfer in denen es Homestays gibt in denen Du direkt bei Locals ├╝bernachten kannst.

Der Weg zu meinem Homestay war ein kleines Abendteuer, denn die Stra├če war keine Stra├če mehr, sie war eher ein Schotterhaufen, indem es mehrere tiefe L├Âcher gab und es floss sogar ein Wasserfall hin├╝ber. Auf der einen Seite war eine Felswand und auf der anderen konnte man ins Tal blicken, aber neben der Stra├če ging es auch einige Meter in die Tiefe.

Im Homestay angekommen konnte ich erstmal entspannen, mich mit den anderen Reisenden unterhalten und mir die Aussicht anschauen. Abends kochte die Familie extra f├╝r uns und wir a├čen gemeinsam leckere traditionelle Speisen und tranken Reisschnaps.

Auch am n├Ąchsten Morgen konnte ich ein Fr├╝hst├╝ck mit Aussicht auf die wundersch├Âne Landschaft genie├čen. Leider musste ich an diesem Tag schon wieder zur├╝ck, sonst h├Ątte ich gerne noch eine der Wanderungen mitgemacht, die dort ├╝berall angeboten werden.

Fr├╝h zur├╝ck schaute ich mir noch etwas die kleine Stadt Sapa an und suchte nach meinem Bus. Dies war gar nicht mal so leicht, weil kaum jemand englisch sprach und mir immer etwas anderes erz├Ąhlt wurde, keiner wusste so genau was ich von ihnen will. Am Ende fand ich die Abfahrtsstelle noch ganz knapp bevor der Bus losfuhr und war heilfroh in diesem Bus zu sitzen.

Auch in Vietnam habe ich viel erlebt auch wenn meine Anfangszeit nicht von Highlights gef├╝llt war. Zum Ende hin konnte ich trotz Zeitdruck noch unglaublich sch├Âne Orte besuchen. Leider gab es keine Zeit mehr f├╝r die Ha Long Bay, die schaue ich mir dann beim n├Ąchsten Mal an.

Was hast Du in Deiner Vietnamzeit alles gesehen und f├╝r was willst Du ein weiteres Mal ins Land kommen? Konnte ich in Dir eine Reiselust entfachen?